Ober- und Unterschicht, so lautet seine Diagnose, ruinieren das Land. Ihre Gemeinsamkeit: Tricksen. Die einen bei den Steuern, die anderen bei den Transferleistungen. Mit vereinten Kräften werde an den Rändern der Gesellschaft deren Auflösung vorangetrieben. Und der Staat schaue zu, ja unterstütze diese Entwicklung sogar durch die entsprechende Abgaben- und Sozialpolitik.Das ist ja nicht neu. Und es war scheinbar überfällig, dass jemand die Ressentiments gegen die Unterklasse (Ausnutzen des Sozialstaats) und die Ressentiments gegen die Reichen (Nichtteilnahmenwollen am Sozialstaat) in eine gesellschafts-pessimistische Hülle schmeisst. Der Sozialstaats wird als die "Sozialindustrie", welche die Mitte der Gesellschaft frisst gedeutet. Reichtum wird mit der "Finanzindustrie" gleichgesetzt. Aus der Einleitung des Buchs:
Notizen und Gedanksplitter aus der Welt der Ökonomie und den Tiefen der Wirtschaftspolitik. Irrelevant, möchtegern-rigoros und kaffeehauskompatibel.
Freitag, 19. Oktober 2012
Die neuen Asozialen: Ist Erben Leistung oder die schleichende Rückkehr des Klassenkampfs?
Im Standard ist eine Rezension/Artikel von Regina Brückner über Walter Wüllenwebers Buch Die Asozialen Wie Ober- und Unterschicht unser Land ruinieren - und wer davon profitiert.
Wüllenweber schreibt über die Entkopplung der Ober- und der Unterschicht von der Mitte der Gesellschaft, die als Ganze durch diese Entwicklung erodiert:
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Mittwoch, 17. Oktober 2012
Einige Grafiken aus dem World Economic Outlook III
Die Einschätzungen des IMF zu Rezessions- und Deflationsrisiken sind auch sehr informativ. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession wird für die Eurozone bei über 80% angesetzt, während für die USA das Risiko auf 15 % geschätzt wird.
Beim Deflationsrisiko liegt Japan mit ca. 45 % vor der Eurozone. Dort wird das Deflationsrisiko auf ungefähr 1/4 eingeschätzt, wobei allerdings Spanien und Griechenland ein hohes Deflationsrisiko haben.
Im Moment sieht es eher nicht nach Inflation aus ...
Montag, 15. Oktober 2012
Hyperinflation und Kreditwachstum
http://www.macroresilience.com/2012/10/12/hyperinflation-deficits-and-real-interest-rates/Macroeconomic Resilience hat eine interessante Post über Hyperinflation.
Hyperinflation weil die Nachfrage (sprich Vertrauen in) die Währung verloren geht. Allerdings sind entstehen Hyperinflationen nicht allein deswegen, weil staatliche Defizite monetisiert werden.
In einer Wirtschaft mit zins-tragenden Geld sind monetisierte fiskalische Defizite nicht ausreichend um das Vertrauen in eine Währung zu zertrümmern. Deutlich negativ Realzinsen sind zusätzlich notwendig.
Solange die Realzinsen noch irgenwie annehmbar sind um Depositen als "sichere Anlagen" zu betrachten, geht das Vertrauen in die Währung nicht verloren. Geld ist praktischer als die Tauschwirtschaft. Inländisches Geld weniger umständlich handzuhaben als ausländische Währungen. Sichere Anlagen haben in der Regel eine sehr geringe Verzinsung, denn Sicherheit und Fungibilität sind auch kostbar. Geringe negative Zinssätze sind somit nicht das Problem. Das Problem sind hohe negative Zinssätze, die zu einer Explosion des Kreditvolumens führen:
Wie der Beitrag von Braunberger in der FAZ und auf Fazit vermuten lässt, haben moderne Notenbanken, angemessene Instrumente zum Beispiel Sterilisationsanleihen m die Inflation unter Kontrolle zu halten.
Hyperinflation weil die Nachfrage (sprich Vertrauen in) die Währung verloren geht. Allerdings sind entstehen Hyperinflationen nicht allein deswegen, weil staatliche Defizite monetisiert werden.
In einer Wirtschaft mit zins-tragenden Geld sind monetisierte fiskalische Defizite nicht ausreichend um das Vertrauen in eine Währung zu zertrümmern. Deutlich negativ Realzinsen sind zusätzlich notwendig.
Solange die Realzinsen noch irgenwie annehmbar sind um Depositen als "sichere Anlagen" zu betrachten, geht das Vertrauen in die Währung nicht verloren. Geld ist praktischer als die Tauschwirtschaft. Inländisches Geld weniger umständlich handzuhaben als ausländische Währungen. Sichere Anlagen haben in der Regel eine sehr geringe Verzinsung, denn Sicherheit und Fungibilität sind auch kostbar. Geringe negative Zinssätze sind somit nicht das Problem. Das Problem sind hohe negative Zinssätze, die zu einer Explosion des Kreditvolumens führen:
What almost always accompanies this repudiation is a sustained barrage of borrowing at the artificially low nominal and real rate enforced by the central bank or government (directly or indirectly via banks). Until late in the Weimar inflation, the Reichsbank kept discount rates as low as 5% (see table here) , a free lunch that was taken full advantage of by bankers and industrialists to lever up and invest in any real assets they could find. As Adam Fergusson notes, “new borrowings from the Reichsbank…from whom commercial enterprises could obtain credit at very low discount rates even at the height of the crisis in 1923, were automatically written off” due to the ludicrously negative levels of real interest rates that were enabled by the Reichsbank. The same was true in Zimbabwe where the central bank not only maintained one-year treasury bill rates at a level well below the inflation rate (enabling monetisation of deficits at a subsidised rate) but did the same with prime and bank lending rates which led to the predictable explosion in private sector credit expansion (see data here for a sample month).Wenn die Realzinsen stark negativ werden und gleichzeitig ein Kreditboom entsteht, weil die Kreditnehmer sicher sein können nur einen lächerlichen Bruchteil ihrer Kredite zurückzahlen zu müssen, dann wird es problematisch. Zu niedrige angesetzte Zinsen führen in diesem Moment zu einem Feedback loop der die Inflation massiv nach oben treibt. Die Explosion der Kreditnachfrage durch hohe negative Realverzinsung (bei der Notenbank) führt zu einem Inflationskreislauf, der nur durch ein Anheben der Realzinsen gebremst werden kann. Hyperinflationen scheinen primär durch hohe negative Zinssätze und ein explosives Kreditwachstum gekennzeichnet zu sein.
Wie der Beitrag von Braunberger in der FAZ und auf Fazit vermuten lässt, haben moderne Notenbanken, angemessene Instrumente zum Beispiel Sterilisationsanleihen m die Inflation unter Kontrolle zu halten.
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Sonntag, 14. Oktober 2012
Reichensteuern und das Verhalten der Besteuerten
Ich bin oft von der Naivität der Reichensteuerdiskussion überrascht. Insbesondere zwei Punkte überraschen mich immer wieder. Zum einen werden vehement Steuersenkungen gefordert, aber nie gesagt, wo die Ausgaben eingespart werden sollen. Auf der anderen Seite wird über die Steuererträge von Reichensteuern geredet, um den Sozialstaat sichern. (Auf eine Reduktion des Gewichts der Staatsschuldentransaktionen ca. 5.3% des Budgets wird dabei ein bisschen weniger geschaut, wäre aber auch ein gutes Argument ;) )
Dabei wird zu oft von der Vorstellung ausgegangen, dass der Effekt der Erhöhung der Steuern einfach durch durch Nachschlagen bei der Steuerstatistik feststellbar ist, ohne dass das Verhalten der Steuerzahler berücksichtigt werden muss.
Dabei wird zu oft von der Vorstellung ausgegangen, dass der Effekt der Erhöhung der Steuern einfach durch durch Nachschlagen bei der Steuerstatistik feststellbar ist, ohne dass das Verhalten der Steuerzahler berücksichtigt werden muss.
Wowcwhabpc: I shoot the messenger (Schellhorn edition)
Franz Schellhorn hat einen neuen Supermarkt. Ich stimme ihm nicht oft zu, halte ihn aber für einen der besseren Wirtschaftsjournalisten in Österreich. Daher verstehe ich den heutigen Supermarkt gar nicht. Denn der ist substanzloser Gesinnungsjournalismus der deutlich über das Ziel schießt und gleichzeitig sehr tief landet. Solchen Journalismus bin ich normalerweise nur einem österreichischen Kleinformat oder politischen "Meinungsartikeln" gewohnt.
Im Artikel gibt es so gut wie keine ökonomische Argumentation. Dass Franz Schellhorn die AK, die SPÖ und die Linken überhaupt nicht mag ist ja schon klar, aber die Konstruktionen in diesem Supermarkt sind doch zu abenteuerlich um nicht einen Kommentar herauszufordern. Schellhorn schreibt:
Im Artikel gibt es so gut wie keine ökonomische Argumentation. Dass Franz Schellhorn die AK, die SPÖ und die Linken überhaupt nicht mag ist ja schon klar, aber die Konstruktionen in diesem Supermarkt sind doch zu abenteuerlich um nicht einen Kommentar herauszufordern. Schellhorn schreibt:
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Einige Grafiken aus dem World Economic Outlook II
Interessant ist Diskussion um Multiplikatoren der Fiskalpolitik im World Economic Outlook des IMF (Box 1.1 in dem pdf file). Die Multiplikatoren der Fiskalpolitik sind umstritten aber sehr relevant. Nur bei kleinen fiskalpolitischen Multiplikatoren haben Sparprogramme eine geringe negative Auswirkung. Bisher ist der IMF von Multiplikatoren um die 0.5 ausgegangen. Antonio Fatas meint, das wäre nach seiner Leseart der Literatur deutlich zu wenig gewesen:
Despite the debate, my reading of the literature up to that point was that there was a significant amount of consensus around multipliers being around or slightly above 1.
As soon as the 2008 crisis started the debate went from a simple academic discussion to an urgent policy issue. What will be the impact of fiscal stimulus? The Obama administration produced a report (co-authored by Christina Romer) that suggested multipliers around 1.5 to justify the need for fiscal policy stimulus. These multipliers were criticized by those who believed that there is no room for aggregate demand management even in the presence of a large crisis. Since then the debate has become much more ideological than academic. We have had a series of additional academic papers that, if any, suggest that multipliers are even larger than the initial estimates because of the special circumstances we are in (monetary policy stuck at the zero-lower bound and a deep recession caused by develeraging forces that reduce private demand).
But these new (and old) academic results have simply be displaced by the ideological debate that followed the fiscal policy stimulus of the 2008-2009 period, which somehow led to the conclusion that those policies did not work and that what we now needed was more austerity. And when over the last two years we forecasted GDP growth rates in the face of coordinated austerity by many governments we somehow forgot to consider that multipliers can be large.Ideologische Antikeynesianer unterschätzen hin und wieder gern keynesianische Effekte. Und wenn keynesianische Effekte da sein sollen, dann gerade in Zeiten höher Unsicherheit und tiefen Rezessionen. Der IMF schreibt:
This (...) sheds light on these issues using international evidence. The main finding, based on data for 28 economies, is that the multipliers used in generating growth forecasts have been systematically too low since the start of the Great Recession, by 0.4 to 1.2, depending on the forecast source and the specifics of the estimation approach. Informal evidence suggests
that the multipliers implicitly used to generate these forecasts are about 0.5. So actual multipliers may be higher, in the range of 0.9 to 1.7.
Damit ist der IMF auch selbstkritisch. Fiskalpolitische Multiplikatoren von 0.9 bis 1.7 sind substantiell. Könnte auch mit einer Asymmetrie und der Spezifizität der Situation zu tun haben. Vielleicht haben Sparmaßnahmen einen höheren Multiplikator als expansive Fiskalpolitik?
Aber zurück zum IMF. Hier eine Darstellung der Ergebnisse. Die Prognosefehler des BIP sind deutlich negativ mit dem Sparmaßnahmen korreliert. Diese Prognosefehler finden sich wieder in den Komponenten des BIP (Investitionen, BIP und Konsum) und in der Arbeitslosenrate. Am stärksten sind sie mit den Investitionen verbunden, das zeigt deutlich die Reszession verstärkende Wirkung von fiskalischer Konsolidierung.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Einige Grafiken aus dem IMF World Economic Outlook I
Der Internationale Währungsfonds hat seine Herbstprognose für die Weltwirtschaft veröffentlicht. Die Einschätzung ist, dass sich die Konjunkturlage der Weltwirtschaft wieder eintrübt. für die Eurozone wird ein negatives Wachstum von -0.4% 2012 pronostiziert, wobei der Einbruch in der zweiten Jahreshälfte eintretten wird. Für 2013 sieht der IMF Anzeichen für eine stabile Entwicklung. Allerdings bleibt die Lage der Europäischen Peripherie fragil. Die Zinssätze für Staatspapiere bleiben hoch und Abhängigkeit der spanischen und italienischen Banken bei ihrer Refinanzierung auf die EZB zurückgreifen zu müssen, führt in diesen Ländern zu sinkenden Kreditvolumen:
Da brauch ich mal nichts zu Inflation schreiben ...
Gerald Braunberger hat auf dem F.A.Z. Wirtschaftsblog Fazit eine lesenswerte Post mit dem Titel "Droht uns Inflation? Ein Blick auf einschlägige Theorien". Seine Schlussfolgerung:
Die aggressive Geldpolitik weckt gerade in Deutschland Inflationsängste. Nach den einschlägigen Theorien droht eher ein Anstieg der Vermögens- als der Güterpreise. Derzeit erscheint es sinnvoll, für Güterpreisinflation eher auf realwirtschaftliche Modelle und für Vermögenspreisinflation eher auf monetäre Indikatoren zu schauen. An einer Synthese der beiden Sichtweisen arbeiten Ökonomen, aber sie wurde auf befriedigende Weise bisher nicht verwirklicht.Und seine Zusammenfassung in Form einer Grafik:
Strukturreformen und/oder Konsolidierungspakete?
Auf Vox EU hatte Coen Teulings einen interessanten Beitrag wo er fragt, ob Strukturreformen und fiskalischen Konsolidierung komplementär oder substitutiv sind. Im allgemeinen wird angenommen, dass diese Reformvorhaben komplementär sind.
Länder mit fiskalischen Problemen haben oft disfunktionale Arbeitsmärkte, Eintrittsbarrieren für ausländische oder neue unternehmen und erhebliche Verzerrungen und Ineffizienzen in ihren Steuersystemen. Um zukünftiges Wachstum sicherzustellen müssen institutionelle Strukturreformen angegangen werden. Aber wann sollen fiskalische Konsolidierungen und Strukturreformen angegangen werden?
Länder mit fiskalischen Problemen haben oft disfunktionale Arbeitsmärkte, Eintrittsbarrieren für ausländische oder neue unternehmen und erhebliche Verzerrungen und Ineffizienzen in ihren Steuersystemen. Um zukünftiges Wachstum sicherzustellen müssen institutionelle Strukturreformen angegangen werden. Aber wann sollen fiskalische Konsolidierungen und Strukturreformen angegangen werden?
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Sonntag, 7. Oktober 2012
Die Zukunft der Bankenregulierung in der EU? Die Vorschläge des Liikanen Reports
Der Report der "High-level Expert Group on reforming the structure of the EU banking sector" unter Vorsitz von Erkki Liikanen wurde letzte Woche veröffentlicht. Kurz heisst der Report Liikanen-Report.
Der Report schätzt ab, ob Banken zusätzlich strukturell reguliert werden sollen. Die wesentlichen Schlussfolgerungen sind die folgenden:
Samstag, 6. Oktober 2012
Gerontokratie, Inflation und restriktive Geldpolitik
Noah Smith hat eine Post über ein Papier von Jim Bullard, Carlos Garriga, and Christopher Waller über Demographie und Inflation, welche ein den Einfluss der Demographie auf die Geldpolitik analysieren. Geldpolitik heisst Inflation in diesem Kontext.
Wie Noah Smith schreibt, gibt es starke Unterschiede zwischen Ökonomen und der Bevölkerung, wenn es um Inflation geht. Ökonomen fokusieren in der Regel auf die Rolle von Inflation im Rahmen von Stabilisierungspolitik und betonen die Wachstumskosten von Inflation. Die Bevölkerung (und die Presse) denkt bei bei Inflation vor allem an fallende Reallöhne und Kaufkraft. Dies ist eine Form der Geldillusion und wird auch durch mantrahaftes Wiederholen nicht zutreffender (1,2). Allerdings hat Inflation Verteilungseffekte, die in der Diskussion um Inflation zu wenig berücksichtigt werden. Inflation führt zu einer Umverteilung des Nominalvermögens, welches auch reale Effekte hat.
Wer verliert durch Inflation? Jene die nominal Nettogläubiger sind, über nicht inflationsindizierte Vermögensanlagen verfügen und einen relativ geringen Einkommensanteil aus Löhnen und Gewinnen beziehen. Auf deutsch: Sparer. Sparer sind in der Regel ältere Menschen. Doepke und Schneider (Inflation and the Redistribution of Nominal Wealth, Journal of Political Economy, December 2006) haben dies für die USA analysiert. Ihre Ergebnisse bestätigen die Intuition:
Wie Noah Smith schreibt, gibt es starke Unterschiede zwischen Ökonomen und der Bevölkerung, wenn es um Inflation geht. Ökonomen fokusieren in der Regel auf die Rolle von Inflation im Rahmen von Stabilisierungspolitik und betonen die Wachstumskosten von Inflation. Die Bevölkerung (und die Presse) denkt bei bei Inflation vor allem an fallende Reallöhne und Kaufkraft. Dies ist eine Form der Geldillusion und wird auch durch mantrahaftes Wiederholen nicht zutreffender (1,2). Allerdings hat Inflation Verteilungseffekte, die in der Diskussion um Inflation zu wenig berücksichtigt werden. Inflation führt zu einer Umverteilung des Nominalvermögens, welches auch reale Effekte hat.
Wer verliert durch Inflation? Jene die nominal Nettogläubiger sind, über nicht inflationsindizierte Vermögensanlagen verfügen und einen relativ geringen Einkommensanteil aus Löhnen und Gewinnen beziehen. Auf deutsch: Sparer. Sparer sind in der Regel ältere Menschen. Doepke und Schneider (Inflation and the Redistribution of Nominal Wealth, Journal of Political Economy, December 2006) haben dies für die USA analysiert. Ihre Ergebnisse bestätigen die Intuition:
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Freitag, 5. Oktober 2012
und eine weitere post zu Inflation
Sorry guys (you know who you are), aber da konnte ich jetzt nicht widerstehen und nicht eine weitere Post zur Inflation schreiben. Die Inflation kommt schreibt Josef Urschitz in "Mit dem Geldsack zu Bäcker". Josef Urschitz ist sich sicher und findet das schlecht. Ich bin mir da überhaupt nicht sicher und finde das eigentlich bedenklich (1, 2, 3).
Josef Urschitz schreibt:
a) dass die Inflation höher ist als es die offiziellen Zahlen zagen.
b) dass der größte Teil der vergrößerten Geldmenge (M3) zu Asset Inflation führt.
c) dass das amerikanische Konzept der Kerninflation Blödsinn sei.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Inflation, Südeuropa und die zone
Stephanie Schmitt-Grohe and Martin Uribe von der Columbia University haben ein Papier mit dem Titel The Case for Temporary Inflation In the Eurozone. In diesem Papier schlagen Schmidt-Grohe und Uribe ein kurzfristiges Inflationsziel von 4% vor, welches in ihren Augen nicht inkonsistent mit einem langfristigen Inflationsziel der EZB von 2% ist. Das Inflationsziel soll so lange 4% betragen bis die Arbeitslosenraten in Südeuropa auf ein akzepables Niveau gefallen sind (sie schlagen eine Reduktion um 10 Prozentpunkte vor).
In dem Papier skizzieren Schmidt-Grohe und Uribe ein Modell, welches zum Ergebnis kommt, dass die gewünsche gelpolitische Intervention die realen Löhne in den südeuropäischen Ländern etwa auf das Niveau von der Krise bringt.
In dem Papier skizzieren Schmidt-Grohe und Uribe ein Modell, welches zum Ergebnis kommt, dass die gewünsche gelpolitische Intervention die realen Löhne in den südeuropäischen Ländern etwa auf das Niveau von der Krise bringt.
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