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Mittwoch, 24. Oktober 2012

Der Wert des Euro, Gold und Nikolaus Jilch

In der Presse versucht Nikolaus Jilch über Milchmädchenargumentation Gold eine Bedeutung zukommen zu lassen, die es nicht mehr besitzt. Der Goldstandard ist längst Geschichte, auch wenn der Euro (gemeinsame Währung) für die Euroländer die gleichen Beschränkungen bereitstellt wie der Goldstandard, aber das ist eine andere Geschichte. Mit einer intrinsischen Bindung des Geldwerts an Gold hat das nichts zu tun.

Notenbanken besitzen Gold. Traditionell. Da sie nicht auf Gewinn ausgerichtet sein müssen, gibt es für Nationalbanken keine Veranlassung Gold zu verkaufen. Ein Goldverkauf gegen eigene Währung würde die Geldmenge reduzieren. Aber nicht weil weniger Gold da wäre. Nein, weil der Mechanismus wenn Geld bei der Notenbank anlangt, Geldzerstörung genannt wird. Verkauft die Notenbank Gold gegen fremde Währungen findet ein Assettausch statt. Tauscht sie Gold gegen Wertpapiere passiert dauch ein Assettausch. Gold zu verkaufen ist deutlich mühsamer als Devisen oder Wertpapiere zu verkaufen.

Mit dem Anstieg des Goldpreises (eine Blase?) haben sich die Marktpreise der Goldassets erhöht. No Na Net. Dasselbe würde für andere Assetpreise unter Asset-Inflation gelten (Bonds, fremde Währungen, Betongold etc.). Also nichts neues. Aber Jilch geht einen Schritt weiter und verlässt den Boden der ökonomischen Tatsachen:

Sonntag, 27. Februar 2011

hyperinflation oder hyper hype

Nikolaus Jilch hat Angst vor der Hyperinflation (vollständig leider nur beim Trafikanten) und verwechselt Supply und Demand mit Lohn-Preis-Spiralen. Zinsschritte der Nationalbanken sind bei Supply und Demand Inflation (Öl, Lebensmittel) nur dann angemessen wenn eine Überhitzung droht oder eine Lohn-Preis-Spirale. Die Wirkung von Zinsschritten beruht darauf, dass eine Dämpfung der wirtschaftlichen Aktiviät die die Nachfrage (Demand) zurückgehen lässt.

Aber von einer Überhitzung sind wir weit entfernt. Überhitzt scheinen derzeit nur die Gemüter der Goldstandardanhänger. Gegen Goldstandard und 100%ige Reserven sind die Bedenken gegen die KMU-belastenden Elemente von Basel II und BASEL III Peanuts.