In der Presse versucht Nikolaus Jilch über Milchmädchenargumentation Gold eine Bedeutung zukommen zu lassen, die es nicht mehr besitzt. Der Goldstandard ist längst Geschichte, auch wenn der Euro (gemeinsame Währung) für die Euroländer die gleichen Beschränkungen bereitstellt wie der Goldstandard, aber das ist eine andere Geschichte. Mit einer intrinsischen Bindung des Geldwerts an Gold hat das nichts zu tun.
Notenbanken besitzen Gold. Traditionell. Da sie nicht auf Gewinn ausgerichtet sein müssen, gibt es für Nationalbanken keine Veranlassung Gold zu verkaufen. Ein Goldverkauf gegen eigene Währung würde die Geldmenge reduzieren. Aber nicht weil weniger Gold da wäre. Nein, weil der Mechanismus wenn Geld bei der Notenbank anlangt, Geldzerstörung genannt wird. Verkauft die Notenbank Gold gegen fremde Währungen findet ein Assettausch statt. Tauscht sie Gold gegen Wertpapiere passiert dauch ein Assettausch. Gold zu verkaufen ist deutlich mühsamer als Devisen oder Wertpapiere zu verkaufen.
Mit dem Anstieg des Goldpreises (eine Blase?) haben sich die Marktpreise der Goldassets erhöht. No Na Net. Dasselbe würde für andere Assetpreise unter Asset-Inflation gelten (Bonds, fremde Währungen, Betongold etc.). Also nichts neues. Aber Jilch geht einen Schritt weiter und verlässt den Boden der ökonomischen Tatsachen:
Notizen und Gedanksplitter aus der Welt der Ökonomie und den Tiefen der Wirtschaftspolitik. Irrelevant, möchtegern-rigoros und kaffeehauskompatibel.
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Mittwoch, 24. Oktober 2012
Der Wert des Euro, Gold und Nikolaus Jilch
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Wowcwhabpc?
Dienstag, 23. Oktober 2012
Wenn Geld ein Bubble ist, dann ist der Markt eine Schaumparty
In der Blogoshpere gibt es eine interressante Diskussion zur Frage ob Geld (im Sinn von Fiat Money) eine Blase ist. Noahpinion hat die Diskussion gestarten, weil ihm in einer Post von Stephen Williamson folgendes aufgefallen ist:
Allerdings ist das die richtige Definition von Blase? Ich habe meine Bedenken. Zum einen haben viele wertvolle Konventionen keinen intrinsischen oder fundamentalen Wert. Und Geld ist in letzter Instanz eine gesellschaftliche Konvention.
Die Sprache hat keinen Wert. Das Rechtsfahren auf Straßen hat keinen intrinsischen Wert (ohne Gegenverkehr). Der Wert ergibt sich aus der Kommunikation und der Interaktion. Beim Rechtsfahren kann erwartet werden, dass der Gegenverkehr links kommt. Deshalb haben wir in England Probleme. Zumindest im zweiten Fall gibt es eindeutig einen Wert der Anwendung der Konvention. Die Verhinderung von Unfällen schafft ökonomischen Wert (nicht dass dieser das BIP erhöht, aber das ist eine andere Geschichte). Zum anderen können derartige Blasen ewig bestehen. Ewig bestehende Blasen haben aber mit dem, was gemeinhin als Blase verstanden wird wenig zu tun. Und beinahe alles ist eine Blase, sofern man individualistisch denkt. Der Markt ist in dem Fall in seiner Essenz eine Schaumparty, denn Handel findet nur dann statt, wenn jede der Seiten Vorteile hat, das heisst Blasen existieren. Für den Verkäufer muss gelten:
What is a bubble? You certainly can't know it's a bubble by just looking at it. You need a model. (i) Write down a model that determines asset prices. (ii) Determine what the actual underlying payoffs are on each asset. (iii) Calculate each asset's "fundamental," which is the expected present value of these underlying payoffs, using the appropriate discount factors. (iv) The difference between the asset's actual price and the fundamental is the bubble. Money, for example, is a pure bubble, as its fundamental is zero. (emphasis Noahpinion)Die Diskussion ist deswegen interessant, weil alle Beteiligten darüber übereinstimmen, dass Papiergeld (im Sinn von Fiat Money) keinen intrinsischen Wert hat. Geld ist gedrucktes Papier, elektronische Impulse und was auch immer. Bei der Diskussion geht es darum ob Geld eine Blase ist oder nicht. So wie ich die Diskussion lese geht es zum einen mehr um die Definition "Was ist eine Blase" als um die Definition von "Geld". So antwortet zumindest Stephen Willamson. Allerdings ist Geld besonders. Der fundamentale Wert des Geldes ist stofflich null. Wenn man Stephen Williamsons Definition unterschreibt ist Fiat Money eine reine Blase.
Allerdings ist das die richtige Definition von Blase? Ich habe meine Bedenken. Zum einen haben viele wertvolle Konventionen keinen intrinsischen oder fundamentalen Wert. Und Geld ist in letzter Instanz eine gesellschaftliche Konvention.
Die Sprache hat keinen Wert. Das Rechtsfahren auf Straßen hat keinen intrinsischen Wert (ohne Gegenverkehr). Der Wert ergibt sich aus der Kommunikation und der Interaktion. Beim Rechtsfahren kann erwartet werden, dass der Gegenverkehr links kommt. Deshalb haben wir in England Probleme. Zumindest im zweiten Fall gibt es eindeutig einen Wert der Anwendung der Konvention. Die Verhinderung von Unfällen schafft ökonomischen Wert (nicht dass dieser das BIP erhöht, aber das ist eine andere Geschichte). Zum anderen können derartige Blasen ewig bestehen. Ewig bestehende Blasen haben aber mit dem, was gemeinhin als Blase verstanden wird wenig zu tun. Und beinahe alles ist eine Blase, sofern man individualistisch denkt. Der Markt ist in dem Fall in seiner Essenz eine Schaumparty, denn Handel findet nur dann statt, wenn jede der Seiten Vorteile hat, das heisst Blasen existieren. Für den Verkäufer muss gelten:
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