Montag, 20. Mai 2013

Abenomics

In der Presse wird das größe derzeitige geldpolitische Projekt auf eine Reduktion der Wechselkurse und damit auf eine neo-merkantilisitische Effekte reduziert. Japan weitete die Geldmenge aus um endlich auf jene positive Inflationsraten zu kommen, die eigentlich Ziel der japanischen Geldpolitik sein sollten (2% anyone?):
Die Geldflut zeigt Wirkung: Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal überraschend stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Jänner bis März um 0,9 Prozent zum Vorquartal, wie die Regierung in Tokio am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Damit wuchs die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt schneller als USA, die ein Plus von 0,6 Prozent schaffte.
(...) 
Etwa die Hälfte des Wachstums geht auf das Konto der Exporte. Sie legten auch aufgrund des billigen Yen kräftig zu, der japanische Waren im Ausland günstiger macht. Er hat im Vergleich zum Euro seit Herbst etwa 30 Prozent an Wert verloren, weil die Notenbank binnen zwei Jahren umgerechnet mehr als eine Billion Euro in die Wirtschaft pumpen will. Auch der private Konsum - der etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht - wuchs mit 0,9 Prozent robust.
Allerdings würde ich die Wirkung nicht allein bei den Exporten sehen. Überraschender und nachhaltiger ist das inländische Konsumwachstum. Dieses ist auch das zentrale Ansatzpunkt von Abenomics. Die langfristige veränderung von Erwartungen braucht drastische Maßnahmen. Bei einem Anstieg des Konsums werden sich auch die Investitionen einstellen. Ob das Experiment funktioniert wird sich zeigen. Die Market Monetarists sind jedenfalls vorsichtig optimistischer und betonen das Wirken der inländische Komponente.




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